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(...) War die Kirmeß in der Stadt, so wurden in dem betreffenden Stadtteile Tannenbäume vor die Tür gepflanzt und mit seidenen Bändern und bunten Eiern in langen Ketten behängt, wozu wir das ganze Jahr hindurch ausgeblasene Eier
sammelten. Am Stamme des Baumes stand ein Tischchen, und Knaben und Mädchen tanzten im großen Kreis herum, ihre Lieder singend. Ein jedes Lied hatte seinen eigenen Tanz. Der Text war jedoch im Laufe der Zeit durch Kindermund
verfälscht und schwer verständlich, aber doch kannten wir diese Lieder geläufiger als unseren Katechismus. Uns Jungen machte es eine besondere Freude, mit den Papierklatschen und Pritschen wie sie Harlekine haben, die Mädchen
zu erschrecken. Da jede der zehn Kirchen ihre eigene Kirchweihe hatte, so war an Kirmessen kein Mangel. Daß das Fest eigentlich ein Kirchfest sei, daran dachten wir nicht.
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